Aktuell - Jahresbeginn - 5. Festival des Iranischen Theaters

5. Festival des Iranischen Theaters
gewidmet AHMAD SHAMLOU
16.-22. Oktober 2000
OPERA Stabile-Staatsoper Hamburg
Gänsemarkt - Büschstrasse 11

 

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Montag - Dienstag - Mittwoch - Donnerstag - Freitag - Samstag - Sonntag

 

Grußwort des Direktors des Iranischen Theaterfestivals

 
Sehr geehrte Damen und Herren,
treue KünstlerInnen und Theaterliebenden,
liebe junge Leute,

willkommen zum 5. Iranischen Theaterfestival, das in der Woche vom 16.-22.Oktober 2000 in der Opera Stabile-Staatsoper Hamburg stattfindet. Für das 5. Festival haben wir in diesem Jahr: "Auf der Suche nach Leben, Liebe und Frieden" zum Motto gewählt und das Festival den gestorbenen iranischen Künstlern vor allem dem Dichter Ahmad Shamlou gewidmet.

Ins Iran geht es keiner Theatergruppe gut und wo es den Theatergruppen nicht gut geht, geht es auch der Kultur und der Kunst nicht gut. Aber dort im Iran, wo die Kultur einen hohen Stellenwert hat, fragt sich niemand, ob Kultur Event-Charakter hat. Die ewig armen Gruppen sind lebhafter geworden. Das kulturelle Leben, das seit langem im gesellschaftlichen Diskurs keine Rolle gespielt hat, ist jetzt zum Lebensbedürfnis geworden. Unter schlechten politischen und ökonomischen Bedingungen birgt das Theater im heutigen Iran die einzige Hoffnung zur gesellschaftlichen Veränderung. Außerhalb Irans steht das Iranische Theater auch nicht still. Dieses Theater bewegt. Wir sind da ganz optimistisch. Es gibt noch iranische Autoren, die das Interesse haben, Menschen zu beschreiben und Sprache in vielfältigen Formen über die Bühne zu transportieren. Es gibt noch iranische Regisseure, Bühnenbildner und SchauspielerInnen, die heute bestrebt sind, alles bis hin zum Musical auf die Bühne zu bringen. Am Anfang unseres Festivals vor etwa 6 Jahren waren wir neugierig zu erfahren, was andere Exiliraner anders machen. Es hat sich erwiesen, daß diese Neugier sich auf das Publikum überträgt. Das Problem bei der Auswahl heute ist, daß wir herausfinden müssen, worin Eigenart und Lebendigkeit der angebotenen Inszenierungen bestehen. Da die exiliranischen Theaterleute in der ganzen Welt verstreut sind, muss man ein Grundgefühl dafür bekommen, welche Stücke wichtig sein könnten. Man spielt Theater für das Publikum, muss aber deshalb nicht das Niveau senken. Die Qualität bewegt sich zwischen diesen Polen.

Um unsere Vorhaben in die Tat umzusetzen, haben wir 20 Gruppen eingeladen. 10 Theatervorstellungen und 4 Lesungen werden in persischer und deutscher Sprache aufgeführt. Neben den Theatervorstellungen haben wir auch 5 Musikveranstaltungen und 1 Tanzgruppe aus den USA.

Um neue Talente zu entdecken, so wie beim Publikum Lust und Liebe zum Theater zu erwecken, haben wir unter dem Motto "Freie Bühne" Mittwoch, den 18. Oktober den ZuschauerInnen gewidmet. Sie werden die Möglichkeit bekommen, ihre Kunst auf der freien Bühne darzubieten. Ich wünsche dem Publikum und den Künstlern eine unterhaltsame und anregende Woche.

Ramin Yazdani
Direktor des Festivals

 
Eine Veranstaltung des Persischen Theaters Hamburg
ermöglicht durch freundliche Unterstützung der >>Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg<<
gefördert vom Evangelischen Entwicklungsdienst durch den ABP
 

Mo. 16. Oktober 2000 / 16:30 - 20:00 Uhr
(geladene Gäste)

Eröffnung des Festivals

Grußwort: Inka Manthey (Kulturbehörde)
Grußwort: Ramin Yazdani (Direktor des Festivals)
 

Licht der Liebe, iranische klassische Melodien mit europäischer Harmonie, bisiert auf
concertino für Santur und Orchestra.
Arrangeur und Gesang (Bariton): Amir Hooschang Rasekh.
Gedichte: Attar Nischabouri (1300 n. Ch.), Kompositeur: Hossein Dehlavi, Lesung: F.Moshiri

Vita
Prof. Maestro Amir H. Rasekh, geboren am 21. März 1949 in Iran/ Teheran (Scheiniran), lebt seit 1993 in Hamburg. Mit 5 Jahren Musikunterricht. Nach den fünften Klasse der Grundschule Besuch des Nationalen Konservatoriums in Teheran. Abschluß des Studiums zum Thema: Europäische Harmonielehre. Weiterstudium an der Musikhochschule in Teheran. Mit einem Stipendium der Italienischen Regierung Studium in Rom am Konservatorium Santacecilia. Beschäftigung in Teheran an der Staatsoper und Kunsthochschule, im Radio und Fernsehen als Chorleiter und Dozent der Musikwissenschaften.

Leben, oh Leben
Text und Regie: M. Radin
Mit Schahrzad Nikbin als Scheherezade und Manutscher Radin als Dichter
Musik: Reza Nowroozbaigi, Technik: Stefan Kytzia, Licht: Ingo Schulz
Eine Produktion der Gruppe "Theater Forum Hamegan" - Frankfurt am Main

Inhalt
Scheherezade, die Geschichtenerzählerin aus Tausendundeiner Nacht erzählt uns dieses Mal eine Geschichte aus unserer Zeit. Sie reist zusammen mit einem Dichter,der auf der Suche nach Liebe, Gerechtigkeit, Gleichheit und Freiheit ist. Unterwegs konfrontiert mit vielen Gefahren und Hindernissen stellt alles in Frage. Beide suchen nach der Essenz des Lebens.

Vita
Schauspieler, Regisseur, Autor M. Radin geboren im Iran, schloß sich 1964 der Theaterfamilie an. Stücke u. a. "Ein Hütte im Wald", "Picknick im Schlachtfeld", "Endspiel", ""Antigone", "Das wunderschöne Lächeln des Herrn Giel", "Ebrahim Tuptschy und Aghabäik", "Alle Schwedischen Kapseln", "Schmetterling in der Faust", und mehrere Brecht Stücke.

Ende der Eröffnung

weiteres Programm Mo. 16. Oktober 2000 / 20:30 Uhr

Volkslieder aus dem Iran

Sopranistin: Shaghayegh Kamali, Klavier: Anoosha Golestaneh
Klarinette und Saxophon: Ulrich Petermann, Arrangeur: Siavash Beizai

Mit dem Ziel, die im Ausland unbekannten iranischen Volkslieder als ein Teil dieser alten Kultur vorzustellen, ist das "Ensemble Scheherezade" im Frühjahr 1992 in Münster gegründet worden. Die Verwendung einer abwechlungsreichen Harmonik sowie der Mehrstimmigkeit neben der klassischen Besetzung des Ensembles "Klavier, Gesang, Klarinette" verleiht den Arrangements der ursprünglichen Volkmelodien einen eindrucksvollen Charakter, der die Zuhörer, egal welcher Nationalität, tief berührt. Diese Lieder, die in Originalsprachen oder Dialekten vorgetragen werden, handeln von den grossen, ewigen, einfachen Themen wie Liebe, Sehnsucht und Natur. Sie klingen eigenartig, aber nicht fremd.
 

Di. 17. Oktober 2000 / 16:30 Uhr

Lesungen:

1. Esther, eine Geschichte aus dem Alten Testament
Persisches Theaterensemble unter der Leitung von Ramin Yazdani

Inhalt
Kyros (558-528 v. Chr.), der persische König, befreite die Juden aus der Gefangenschaft Babyloniens. Er erlaubte die Rückkehr in die Heimat Palästina. Das Mädchen Esther, eine Jüdin, die keinen Vater und keine Mutter mehr hatte, wird persische Königin. Nach dem Buch Esther vereitelte sie als Gemahlin des persischen Königs einen Mordanschlag Hamanns gegen die Juden.

2. Ashdehak
Text von Bahram Beyzaie, Lesung von Rashid Behboudi

Di. 17. Oktober 2000 / 18:30 Uhr

Was wäre, wenn?
Theater AZADI (Theater der Freiheit)
mit afghanischen Darstellern
Spielleitung: Jens Kaczor

Inhalt
Das Stück spielt in der Ausländerbehörde. Acht Männer sitzen dort und warten. Ein Gespräch entwickelt sich und es werden Erinnerungen lebendig. Erfahrungen werden ausgetauscht. Die ZuschauerInnen werden nach Afghanistan, in den Iran und schließlich wieder nach Deutschland geführt. Das zentrale Thema des Stückes ist die Suche nach Heimat. Daraus entwickelt sich eine Vision: Was wäre, wenn?

Das Theater AZADI (Freiheit) ist entstanden im Sülau-Haus, einer Erstversorgungseinrichtung des Hamburger Kinder- und Jugendhilfe e.V. Die Mitglieder des Theater AZADI sind Jugendliche Flüchtlinge aus Afghanistan, welche ohne ihre Familie nach Deutschland gekommen sind. Sie leben seit mindestens 10 und höchstens 20 Monaten in Hamburg.

Das Theater AZADI wurde von der Hamburger Bürgerstiftung mit einem Preis als besonders förderungswürdiges Projekt ausgezeichnet.

Di. 17. Oktober 2000 / 20:30 Uhr

»du«

Text, Idee und Realisierung: Farhang Kassraei
Drums und Percussion: Lucas Zacharias
Vorleser: Farhang Kaasraei
Foto: Sabine Lippert
Licht und Ton: Huschang Nikar
eine Arbeit vom Theater "TANDIS" in Zusammenarbeit mit der persischen Radiosendung "Sedaye Aschena"

Inhalt
"du" ist ein Akt der inneren Monologe mit acht Episoden. Eine Theaterperformance, das die Wörter, die rhythmischen und die asymmetrischen Klänge im Raum sichtbar machen läßt. Die Performance versucht eine visuelle Kommunikation zwischen den persischen Wortklängen und dem Rhythmus eines Schlagzeuges herzustellen.

Vita
Farhang Kassraei , geboren 1960 in Teheran, seit 1980 in Deutschland, seit 1988 Schauspieler, seit 1991 aktives Mitglied der Theatergruppe "TANDIS". Stücke u.a."Ich bin eine Blume in Saron und eine Lilie im Tal", "Utopie", "Der letzte Brief", "Kohldampf", "Arschloch", seit 1997 Mitbegründer, Mitglied und Redakteur der persischen Radiosendung "Sedaye Aschena".

Lucas Zacharias, geboren in Friedberg, begann mit 4 Jahren mit den Drums, nahm ab 1984 Schlagzeugunterricht, seit 1990 als Musiker tätig.
 

Mi. 18. Oktober 2000 / 16:30 -22:30 Uhr

Freie Bühne
vom Publikum für das Publikum
(Eintritt frei)
Leiter: M. Radin

Inhalt
An diesem Abend haben alle Gelegenheit im Rahmen des 5. Iranischen Theaterfestivals ihre Talente und künstlerischen Fähigkeiten darzubieten. Für 10 Minuten können sie ihre künstlerischen Fähigkeiten (freie Rede, Monolog, Pantomime, Tanz, Gesang, Musik, Kostüm- und Maskendesign, Schauspiel usw.) dem Publikum vorstellen. Für die beste Darstellung, bewertet durch den Applaus des Publikums, sind Preise vorgesehen.

Erinnerungen an verstorbene iranische Künstler
von Künstlern für das Publikum
(Eintritt frei)
Leiter: I. Zohari

Inhalt
Künstler ehren verstorbene Künstler wie den Dramatiker Dr. Gholam Hossein Saedi und zahlreiche Schauspieler, Musiker, Theatermacher und Dichter vor allem den kürzlich verstorbenen Ahmad Shamlou mit ihren Darstellungen und Reden.

 

Do. 19. Oktober 2000 / 16:30 Uhr

Poesie und Musik: von und mit dem iranischen Dichter und Autor Behnam Hassanpour

 
Do. 19. Oktober 2000 / 18:30 Uhr

Brief an den Vater
nach Forough Farrokhzad

Adaption und Regie: Ramin Yazdani
Mitarbeit: Nilufar Ghorishi Nejad
Cast: Djamileh Roostaei als 1. Frau, Forough Moshiri als 2. Frau,
Farahnaz Faradjollahi als 3. Frau, Turan Kiani als 4. Frau
Eine Produktion des persischen Theaters Hamburg und der Dachorganisation der IranerInnen in Hamburg "Hamayesh"

Inhalt
Die große iranische Dichterin und Filmemacherin Forough Farrokhzad (1934-1966) war die Wegbereiterin der Frauenbewegung im Iran. In dem Stück "Brief an den Vater", dargestellt von vier Frauen und zusammengefasst aus verschiedenen Briefen, die sie an ihren Vater geschrieben hatte, wird die autokratische und diktatorische Haltung des Vaters in der iranischen Gesellschaft harsch kritisiert...

 
Do. 19. Oktober 2000 / 20:30 Uhr

"Verv ereh Djadou" und "Mah Pishoni"
musikalische Komödie

Text und Regie: Hossein Afsahi
Cast: Ali Nedjati, Hossein Daryani, Sima Sejed, Ali Rastani, Angelique, Madjid Gholbabai und Reza Hessami
Eine Produktion der Theatergruppe "Tamascha Khaneh", Köln und Hamburg

 

Fr. 20. Oktober 2000 / 16:30 Uhr

Poesie und Musik:

Ein Blumenblatt ,Wind und Regen
Erinnerung an Dichter Ahmad Schamlou

Textwahl und Komposition: Maruss Arij
Gitarre: Maruss Arij
Gesang: Bita Farahani
Licht: Parwiz Ataherian
Maske: Firuss Babai
Eine Produktion der Musik- und Theatergruppe "GAT" aus Köln.

 
Fr. 20. Oktober 2000 l 18:30 Uhr

Eine Schneeflocke hinter dem Fenster

Text und Regie: Behrouz Ghanbarhosseini
mit Azin Esmailsade, Bahman Filsuv, Mahschid Nahawandi
Eine Produktion der Theatergruppe "Tchehreh", Köln

Inhalt
In einer winterlichen Nacht versucht ein Schriftsteller im Exil sein letztes Theaterstück zu schreiben. Der Inhalt
des Stücks soll das Leben eines Menschen beschreiben, der nach jahrelangem, unruhigem und traurigem Leben endlich Ruhe, Freude und Frieden findet. Sein Versuch, das Stück zu schreiben scheitert, aber dieser Schriftsteller mahnt dadurch an sein eigenes Leben von Geburt an.

Theatergruppe "Tchehreh" wurde 1981 mit der Aufführung des Stückes "Zwei Gesichter des Arbeitsgebers" im Iran gegründet. Die Stücke in Deutschland und Frankreich 1997-1999 u.a.: "La conséquence de noircir du papier" von Saedi "Die Polizei" von Slawomir Mrozék, "Madame Schmeterling" von Bidjan Mofid und "Weisskopf `von Ebrahim Makki alle unter Regie von Asghar Nosrati.

 
Fr. 20. Oktober 2000 / 20:30 Uhr

Ein Warteraum
Himmlisches Theater

Buch und Regie: Farhad Payar
Cast: Sharife Banihashemi als die Frau, Arash Sarhaddi als der Junge,
Hossein Daryani als der Wächter, Ali Eslami als der Mann, Sepideh Nejad als das Mädchen
Musik: Arash Sarhaddi
Bühnenbild: Said Shabahang
Kostüme: Gabi Hartkopp
Choreographie: Sepideh Nejad
Regieassistenz: Encieh Dehghani
Fotos: Michael Homberg
Sprecherinnen: Martina Scherf und Said Shabahang

Eine Produktion der Theatergruppe "Gouhar", Berlin

Inhalt
In einem Warteraum zwischen Paradies und Hölle warten fünf Menschen auf das Gottesurteil. Jede/r von ihnen besitzt einen irdischen Gegenstand: eine Zwille, eine Gitarre, ein Buch, ein Fernglas und eine geheimnisvolle Tasche. In diesem Raum passiert viel irdisch Gewöhnliches, aber auch himmlisch Ungewöhnliches. Das Ungewöhnlichste letztendlich, was alle verwundert, ist jedoch das lang ersehnte Urteil Gottes.

Vita
Farhad Payar hat die Theatergruppe "Gouhar" 1994 gegründet. Er ist Autor, Schauspieler und Regisseur. Bis jetzt sind 5 Stucke von ihm aufgeführt worden "Der weise Herr", "Die Frau und der Drachen"und "Djahika" u.a..

 
Fr. 20. Oktober 2000 / 22:00 Uhr

Prozess eines Chefredakteurs einer iranischen Zeitung
nach Seyyed Ebrahim Nabawi

Adaption und Regie: Iradj Zohari
Cast: Alle anwesenden Zuschauer im Saal

Improvisationstheater nach traditionellem iranischem Theater "Tazieh"

Vita
Iradj Zohari, geboren in Teheran-Iran war als Übersetzer der dramatischen Kunst, Autor, Kritiker, Schauspieler, Regisseur und Dozent tätig. Er lebt seit 1981 in seinem Exilort Bochum und arbeitet als Theaterpädagoge und Regisseur u.a. VHS. 1985 gründete er die Theatergruppe Pardies. zahlreiche Stücke u.a.: "Offene zweier Beziehung", "Emigranten", "Herr Ich", "Sie allein wissen es", "Faghir Alischah"...

 

Sa. 21. Oktober 2000 / 16:30 Uhr

Licht der Liebe, iranische Melodien mit europäischer Harmonie
von und mit Amir H. Rasekh

(Inhalte siehe 16. Oktober 2000 I 18:30)

 
Sa. 21. Oktober 2000 / 18:30 Uhr

Deutsch-Iranisches Kulturzentrum e.V. und Persisches Theater Hamburg präsentieren:
Amvaaj (Die Wellen)
Pejman Hadadi und die Tanzgruppe NAMAH
Eine Tanzveranstaltung aus den USA
Mit: Banafsheh Sayyad, Jo Anna Ursal, Tiana Alvarez, Eden Lighthipe Daf und Tombak: Pejman Hadadi
Choreographin und künstlerischer Direktor: Banafsheh Sayyad

Inhalt
Namah Ensemble ist eine Gruppe aus Tänzern und Musikern, die eine neue Sprache und Ausdruck vergangener, mystischer, heiliger, alter iranischer Tanztradition in die Gegenwart kolpotiert. Eine Sprache, die mit jedem kommunniziert ungeachtet des kulturellen Hintergrundes. Namah in der alten Sprache der Iraner im Buch "Avesta" bedeutet Ehrfurcht, Huldigung, Entgegenkommen.

Vita
Banafsheh Sayyad, geboren in Teheran, begann im Kindesalter mit dem Tanz. Sie wurde später ausgebildet an der ULLA im Fach Tanz und Choreographie und gründete 1994 in San Francisco, Kalifornien das Ensemble Namah. Ihre Aufführungen wurden auf zahlreichen Bühnen, in TV-Produktionen sowie bei internationalen Tanz- und Musikfestivals gezeigt.

 
Sa. 21. Oktober 2000 / 20:30 Uhr

Die blauen Träume der grauen Frauen

Text und Regie: Niloofar Beyzaie (in persisch und deutsch)
Cast: Parwaneh Hamidi und Mithra Zahedi
Regieassistentin: Jaleh Shoari, Fotos: Reza Dabui

Eine Produktion der Theatergruppen "Daritsche - Frankfurt" & "Nar-Berlin".

Inhalt
Das neue Stück von Frau Niloofar Beyzaie "Die blauen Träume der grauen Frauen" erzählt die Geschichte von zwei Frauen, die sich nach längerer Zeit wiedertreffen. Vor zwanzig Jahren waren "Sudabeh" und "Mina" die begehrenswertesten Schauspielerinnen der iranischen Theaterlandschaft. Sie haben dann unter dem neuen Machthaber Berufsverbot bekommen. Sudabeh ist damals im Iran geblieben, aber Mina ist ins Exil gegangen. In der Zeit hat keiner von ihnen die Bühne betreten, bis sie sich wieder in Europa trafen. Jetzt vermischt sich eine Atmosphäre der Phantasie und Realität, bis Traum und Realität langsam verschwinden ....

Vita
Niloofar Beyzaie, geboren 1967 in Teheran, lebt seit 1985 in Deutschland. Sie studierte Literatur, Film und Fernsehstudium an der Goethe Universität in Frankfurt. Texte u.a.: Film im Iran (1990), Zweifel (1993), endlose Dämmerung (1994), Banu in der Spiegelstadt (1995), Wir sind uns einig (1996), Marjan, Mani und einige kleine Schwierigkeiten (1996), Das letzte Spiel (1997), Niemandsland (1998), und mehere Regiearbeit u.a. "Ein Messer im Rücken".

 

So. 22. Oktober 2000 / 14:30 Uhr

Wiederholung: Amvaaj (Die wellen)
Pejman Hadadi und die Tanzgruppe Namah unter Leitung von Banafsheh Sayyad
(Inhalte siehe 21. Oktober 2000 / 18:30)

 
So. 22. Oktober 2000 / 18:30 Uhr

Der Verdacht von: Iradj Zohari
Regie: Massoud Madani
Cast: Maruss Arij als TV-Dramaturg "Huti"
Jafar Shadfar als Kellner "Mika"
Nasrin Amiri Monfared als Script-girl "Souri"
Bühnenleiter: Parwiz A.Taherian
Fotos: Firouz Babai
Eine Produktion der Theatergruppe "Karang"-Köln

Inhalt
Die Vorgeschichte:
Herr Huti, der TV-Dramaturg hat gesehen, wie die Sicherheitsbeamter bei der Premiere des Stückes "Der Volksfeind" vom "Ibsen", den Regisseur Herr Pour und seine Gruppe direkt nach der Aufführung verhaftet und mitgenommen haben. Herr Pour ist einer den bekanntesten Publizisten und Dissidenten, der jede seiner Vorführungen von den Beobachter eine laute Protest gegen den Staat bewertet wird. In dieser Zusammenhang wird einer öffentliche Brief direkt nach der Vorstellung verfaßt und vom Publikum, Journalisten, Professoren, u.a. unterschrieben. Dieser Brief richtet sich an den Staat und kritisiert seine antikulturelle Einstellung. Hutis Unterschrift steht auch unter diesem Brief.

Die Geschichte:
Ein paar Tage nach dem Vorfall herrscht im TV-Anstalt eine düstere Atmosphäre. Herr Huti ist vom Informationsministerium zu einem Gespräch vorgeladen. Er hat den Verdacht, daß einer von seinen Kollegen ihn verraten hat.

 
So. 22. Oktober 2000 / 20:30 Uhr

Ramin Yazdani präsentiert: Ein absurdes zwei Personen Stück.
"Verlorengegangen" von Ebrahim Makki
Bühne und Regie: Ebrahim Makki
Cast: Amir Hooschang Rasekh als "Der alte Mann", Fariba Ghadiri als "Das Kind"

Eine Produktion des Persischen Theaters Hamburg & Ebrahim Makki aus Paris

Vita des in Paris lebenden iranischen Autors und Regisseurs Ebrahim Makki:
Theater: Lánge aux alles brisées 1963
Les pièces en un acte 1973
Sept pièces en un acte 1977
Le Bouc émissaire 1999
Szénario:   Le bonheur de monsieur Izadi 1983
Essay: L'Expressionnisme dans le théatre de Samuel Beckett 1986
Connaissance d'éléments de théatre 1991
Anatomie dun scénario 1990

 
So. 22. Oktober 2000 / 22:00 Uhr

Zum Abschluß des 5. Iranischen Theaterfestivals
CONSCIOS INTELLECT "Hip Hop"
Mit: Anjun, John, Kaveh und Yasha (Kontakt: 040-310 735)

Inhalt
"Mit den von jedem einzelnen selbstverfassten Texten wollen wir den Zuhörern unsere Denkweise präsentieren, um diejenigen, die die nötige Offenheit besitzen, inspirieren zu können."

Vita
Die Hip Hop Gruppe "Conscios Intellect" wurde 1997 in Berlin gegründet. "Conscios Intellect" bietet eine gesellschaftskritische Alternative zur aktuellen Hip Hop-Szene, ohne thematisch einseitig zu wirken. Die Gruppenmitglieder texten in deutscher, englischer, französischer und persischer Sprache und bereiten zur Zeit ein Debutalbum vor.